Rosa Zeiten

Man sollte meinen, ich hätte in letzter Zeit so viele Sweatshirts und Jacken mit meinem heißgeliebten Raglanschnitt produziert, dass ich für die Schnittteile schon große Plätzchenformen herstellen lassen könnte, um sie einfach nur auszustechen. Aber seltsamerweise gibt es immer noch Überraschungen.

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Hier ist nun die bereits angekündigte rosa Version, exakt so genäht wie die schwarze Jacke – aber deutlich größer. Ich kann mir das nur so erklären:

  • ich habe unbewusst alle Nahtzugaben etwas großzügiger geschnitten
  • ich habe ebenso unbewusst die Overlock-Nähte mit weniger Schnittkante genäht
  • die schwarze Jacke ist bei der Wäsche noch etwas eingegangen (viel kann es nicht sein, sonst würde sich ja der Reißverschluss wellen)

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Das mit der Wäsche wird mir nun bei diesem Teil nicht passieren, denn dieser Sweat hat einen Polyesteranteil und läuft nicht mehr ein. Als ich das merkte, habe ich statt Kragen oben eine Schaube genäht und ein Band mit den gerade bei Lidl gekauften Stoppern eingezogen. Da ich mal endlich daran gedacht habe, auch während des Nähens Fotos zu machen, hier eine Nahaufnahme:

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Weil ich keine farblich passende Kordel in meinen Vorräten fand, habe ich einfach das Pünktchenband auf die Hälfte gefaltet und mit Zickzackstich fixiert. Meine Vorstellung war, diese Bündchenschaube mit Hilfe des Bandes ein bisschen zu raffen, aber das sah so unbeschreiblich doof aus (man denke sich einen Frisierumhang der Fünfziger Jahre), dass ich es ganz schnell wieder gelassen habe. Nun ist halt der Halsausschnitt etwas weiter und das ganze Ding so geräumig, dass ich noch einen Skipullover drunter ziehen könnte. Und ganz ehrlich, nach dem wunderbaren Wetter, das wir heute tagsüber hatten, wurde es abends auf der Terrasse so frisch, dass das gar keine schlechte Sache gewesen wäre.

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Schließlich habe ich noch Kam-Snaps im genau passenden Ton eingedrückt, weil ich keine Lust hatte, viel Geld für einen teilbaren Reißverschluss auszugeben, der dann entweder weiß oder grau ist. Was mich trotz alledem für diese Jacke einnimmt, sind die drei selbstgebastelten Aufnäher. Mir purzelte nämlich zufällig beim Aufräumen ein Baumwollstoff mit diversen Tiermotiven entgegen, der farblich hervorragend mit meinem Sweat harmoniert. Also habe ich ein Stückchen abgeschnitten und auf Vlieseline gebügelt. Ganz bewusst habe ich die Tiermotive etwas ungenau ausgeschnitten, dann mit engem Zickzackstick abgekurbelt und schließlich von Hand aufgenäht – hier das Schäfchen auf der Tasche,

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die Katze unterhalb des Halsausschnitts –

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und die Kuh sitzt mir im Nacken. Damit ist das Ding vermutlich eher ein Kleidungsstück für den Kindergarten geworden, aber das ist mir egal.

Was meint ihr? Soll ich mir zum Muttertag einen Sandkasten wünschen? Diskutieren wir es bei RUMS.

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Eigentlich…

Für das Wort „eigentlich“ gibt es weder im Englischen noch im Französischen eine Übersetzung, die hundertprozentig das bedeutet, was wir im Deutschen mit diesem Wort ausdrücken: eigentlich wollen wir dies, tatsächlich tun wir aber was anderes … Deshalb raten manche Stil-Puristen, dieses Wort möglichst zu vermeiden.

Das ist mir heute aber egal. Eigentlich wollte ich euch nämlich eine weitere (roséfarbene) Sweatjacke zeigen (im Stil der schwarzen von letzter Woche), nur kam das Leben in unterschiedlichster Form dazwischen, und deswegen bin ich noch nicht so weit.  Aber ich habe ja etwas anderes in einer ähnlichen Farbe:

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Diesen Pullover habe ich schon letztes Jahr gestrickt und hatte eigentlich erwartet, dass er nicht so der Knüller sein würde, denn das Bändchengarn – eine Mischung aus Baumwolle und Poly-Irgendwas – fing sehr schnell an auszuleiern, wie man am Bündchen erkennen kann. Tatsächlich aber habe ich ihn relativ oft angehabt und auch jetzt bei den ersten wärmeren Tagen sofort wieder danach gegriffen. Mag sein, dass mir einfach die Farbe gefällt, vor allem in Kombination zu dieser Hose.

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Außerdem hat der Ausschnitt – mit Krebsmaschen umhäkelt, was ich gerne mache – genau die Form des weißen Longsleeve-Shirts, auch selbstgemacht. Ganz ohne was drunter wäre nämlich nicht so empfehlenswert, das Strickbild ist zu locker und damit leicht transparent. Die einzige Zierde ist der Streifen vorn in der Mitte, wo ich jeweils in jeder zweiten Reihe eine linke Masche gestrickt habe.

Eigentlich ist dies außerdem ja ein Nähblog, aber weil ich nur diese beiden Fotos von dem Pullover habe, zeige ich euch noch ein paar selbstgebastelte Schmuckstücke, die ich gelegentlich zu diesem Outfit kombiniere – ihr merkt, Rosa, Grau und Weiß sind augenblicklich für mich angesagt.

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Und was macht ihr eigentlich so? Vermutlich kann man es bei RUMS bewundern.

5 Fragen im April

Und da bin ich schon wieder, um dieses Mal pünktlich die 5 Fragen am 5. von Luzia Pimpinella zu beantworten, zusammen mit vielen anderen Blogautoren, die ihr dort finden könnt. Die eingestreuten Fotos stammen von meinen Urlaubsreisen und haben mit den Fragen nichts zu tun.

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  1. Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne mal eine wilde Party feiern?

Ich bin kein Fan von wilden Partys, und dementsprechend sind auch die Promis, die ich mir aussuchen würde, nicht so „wild“. Bei mir wäre es eher ein nettes kleines Abendessen, und auf der Gästeliste ständen z.B. Michelle Obama (ja, die will ich auch einladen!!!), Tim Gunn (von ‚Project Runway‘) und Günter Jauch. Wenn mein Mann Mitspracherecht hätte, würde er vermutlich noch seinen Lieblingsschauspieler Armin Rohde dazubitten. Lieber eine kleine Runde, damit man auch von den einzelnen Gästen was hat.

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  1. Singst du laut im Auto, wenn du allein unterwegs bist?

Na klar! Wenn nicht da, wo denn sonst?

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  1. Gibt es Sprüche oder Redewendungen, die ihr regelmäßig benutzt? Wenn ja, welche?

Mein Vater war der Meister der Redewendungen, er hatte für jede Situation den passenden Spruch. Von ihm habe ich den Satz „Nur wer die guten Sitten beherrscht, darf sie vernachlässigen“ übernommen, um meinen Kindern Tischmanieren beizubringen. (Hab ich wohl auch einigermaßen geschafft, inzwischen nervt es sie selber, wenn Leute mit dem Ellbogen auf dem Tisch essen.)

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  1. Glaubst du, dass es Menschen mit einer grundsätzlich positiven oder auch grundsätzlich negativen Aura gibt?

„Aura“ klingt für mich etwas zu esoterisch, damit habe ich als Christin nicht so einen Vertrag. Aber ich finde schon, dass es Menschen gibt, die etwas Positives ausstrahlen, das auch auf die Umgebung abfärbt – Menschen, mit denen man gern zusammen ist, weil sie Zuversicht und Freude vermitteln, auch wenn sie nicht zu den ganz Erfolgreichen auf der Welt zählen. Andererseits gibt es auch die miesepetrigen Stinkstiefel, die immer nur das Haar in der Suppe suchen und Probleme beklagen statt sie zu lösen versuchen. Aber zu meiner vorhin bereits erwähnten christlichen Grundeinstellung gehört auch die Überzeugung, dass Menschen sich ändern können und dass deshalb niemand zu ewiger Stinkstiefelei verdammt ist.

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  1. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?

Da habe ich mir gerade einen Kaffee gemacht, sitze am Computer und schreibe. So ähnlich wie jetzt.

Wieder mal schwarz-weiß

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Verehrtes Publikum, wir setzen heute unsere Serie „Boring Basics im Raglan-Schnitt“ fort mit einer schwarzen Sweatjacke, die Frau Schröder sich für ihre Sevilla-Reise genäht hatte, bisher aber zu bloggen vergaß, weil sie so schusselig ist.

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Immerhin hat die Jacke ihr gute Dienste geleistet, weil der 8-Euro-Sweatstoff aus dem Tedox gemütlich warm war, bisher schon mehrere Wäschen gut überstanden hat und die großen aufgesetzten Taschen genug Platz für allerhand Kleinzeug bieten, das man bei einem Städtetrip regelmäßig mit sich schleppen muss. Ob sie kein schwarzes Bündchenmaterial für den Ärmelabschluss fand oder nur zu faul war und deshalb den Stoff einfach umgeschlagen hat, lassen wir mal dahingestellt.

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Immerhin hat sie einen Bündchenabschluss mit dem Sweatstoff am Saum gemacht und auch den teilbaren Reißverschluss ganz anständig hinbekommen, was man ihr ebenso zugute halten kann wie das Absetzen der Tascheneingriffkanten mit einem Rest schwarz-weißem Sweat. Da kann man vielleicht sogar über die verschwommenen Fotos hinwegsehen, die den Eindruck machen, als wäre sie gerade total im Romantik-Modus.

Tatsächlich hat sie sich sogar die Mühe gemacht, diese Jacke mit einem selbstgebastelten Aufnäher aufzuwerten. Nun ja, da ist wohl noch Luft nach oben.

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Das bunte Mittelstück befand sich ebenso in ihren unerschöpflichen Materialvorräten wie das schnürsenkelähnliche Band, das sie durch die Schaube am Kragen gezogen hat. Damit könnte sie jetzt den Kragen zubinden, was sie aber wohl in ihrem Leben nie machen wird, weil es vermutlich total bekloppt aussähe. Aber so ist sie halt, unsere Frau Schröder. Seien wir gespannt, ob sie sich in diesem Jahrzehnt noch entschließen kann, einen wirklich anspruchsvollen Schnitt zu erwerben und in wochenlanger Kleinarbeit zu nähen – die Chancen stehen schlecht, weil sie dazu keine Geduld hat und außerdem selten Verwendung für schicke Blazer oder Blusen mit hundert winzigen Knopflöchern.

Finden wir uns also damit ab und gönnen wir ihr, sich mit ihrem immerhin recht vielseitig einsetzbaren Teil unter die Damen des Me-Made-Mittwoch zu schummeln, die sich an diesem Mittwoch wieder mit ihren Parade-Stücken versammeln.

Catcalls

„Catcall“ bezeichnet das Hinterher-Pfeifen und die anzüglichen Bemerkungen, die man gelegentlich als Frau erlebt, wenn man an einer Gruppe von Männern vorbeikommt. (In meinem Alter passiert das eher selten – und in Zeiten der #metoo-Bewegung stirbt es vielleicht irgendwann auch aus.) Insofern ist es vielleicht nicht fair, diesen Titel für die netten Katzen zu verwenden, die sich auf meinem neuen Sweatshirt befinden.

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Ich hatte ganz kurz entschlossen einen Meter dieses Stoffs bei stoffe.de bestellt, ohne genau zu wissen, was daraus werden sollte. Auch bei anderen lese ich ja gelegentlich, dass sie manchmal bestimmte Materialien rufen hören und ihnen nicht widerstehen können. Das war definitiv hier der Fall – die Katzen miauten virtuell so beständig, dass ich nicht anders konnte als sie zu mir zu holen. (Fun fact: wusstet ihr, dass Katzen nur für Menschen miauen? Untereinander brauchen sie das zur Verständigung nicht. Und weil Mensch und Katze deshalb eine sehr individuelle Kommunikation entwickeln, verhalten sich Katzen sehr unterschiedlich, je nachdem mit wem sie zusammenleben.)

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Wie man sieht, kam wieder mal der gute alte Raglanschnitt zum Zuge. Never change a winning pattern. Weil ich letztlich zu wenig Katzen-Stoff hatte, habe ich das im Baseball-Stil mit einem dunkelgrauen Sweatstoff kombiniert und fand dann, es müssten noch ein paar rote Elemente sein, um diese Kombination abzurunden – deshalb der rote Reißverschluss, den ich im Prinzip zum Anziehen nicht brauche, und ein Rest rot-weiß gestreiftes Zierband am Bündchen. Und so sieht es angezogen aus:

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Es gibt eigentlich keinen Grund, so deprimiert zu gucken, wenn man von so vielen netten Katzen umgeben ist, die weder Futter verlangen noch ständig Katzenstreu in der Küche verteilen, wie unser sehr lebendiger Kater das augenblicklich tut (trotz einer seit fast 14 Jahren bestehenden Kommunikation wissen wir leider nicht, was er uns damit sagen will). Also vergesst einfach den Gesichtsausdruck und freut euch mit mir an meinem neuen Pullover, der immerhin warm genug ist, um ein eher kühl angesagtes Osterwochenende zu überstehen.

Schöne Feiertage und ab zu RUMS!

 

 

Umbau in Grau

Wer meinen Blog verfolgt, wird nicht die Umsetzung ständig neuer Schnitte erwarten. Probenähen ist ebenso wenig meins wie das Konzept, sich mit mehreren Testläufen einem komplizierten Kleidungsstück anzunähern, das dann mit gleichermaßen traumhaften wie teuren Stoffen auf Haute-Couture-Niveau realisiert wird. (Mein allergrößter Respekt gilt denen, die das tun – mir selbst fehlt dazu die Geduld bzw. der Ehrgeiz.) Was ich stattdessen (mal mehr, mal weniger) bieten kann, sind Ideen für individuelle Lösungen. Und deshalb wird heute dieses Oberteil vorgestellt:

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Schnitt-technisch nichts Besonderes, werdet ihr mit Recht sagen, warum zeigt sie uns immer wieder diese simplen Dinger? Die Antwort ist a) natürlich, weil ich diese lockeren Teile gerne trage und b) weil es sich hier nicht einfach um etwas neu Genähtes handelt, sondern eine Kombination aus meinen Vorräten, die abenteuerlicher ist als es zunächst aussieht.

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Ein Indiz ist schon mal diese Kante. Die kleinen Stiche (kann man das schon Sashiko nennen?) habe ich nämlich nicht selbst gemacht, die befanden sich schon auf dem Rock des Kleides, das ich mir von bestimmt zehn Jahren mal gekauft hatte. Dieser Rock war schön weit geschnitten, im Gegensatz zu dem eng anliegenden Oberteil, aus dem ich leider inzwischen rausgewachsen bin. Weil ich aber den Stoff so schön fand, konnte ich mich nicht trennen. Stattdessen habe ich das Kleid auseinandergenommen und mir daraus eine Bluse mit kurzen Ärmeln genäht.

Aber wie es manchmal so geht, passte das Material nicht zum Schnitt. Die Ärmel standen  total blöd vom Körper ab, weil sie zu groß und zu steif und irgendwie auch zu kurz waren. Als ich das gute Stück anprobierte, kam ich mir vor, als müsste ich ab sofort den ganzen Tag nur schlafwandlerartig mit ausgestreckten Armen rumlaufen, damit die Ärmel nicht wie eine abgesägte Dachrinne von meinen Schultern abstehen. Und das passt nicht so wirklich in meinen Alltag.

Also mussten die Ärmel wieder ab. Ganz ohne Ärmel sah das Teil aber noch schlimmer aus. Trotzdem – aufgeben kam nicht in die Tüte! Lieber habe ich für dieses Projekt noch einmal ein Experiment gewagt und einen Tischläufer zerschnitten, der aus unerfindlichen Gründen ein trauriges Leben in meinem Esszimmerschrank fristete, ohne jemals das Tageslicht zu sehen. Der Stoff ist von der Struktur ähnlich, nur etwas heller, was aber durch die Streifen wieder ausgeglichen wird. Mit den längeren und deutlich schmaleren Ärmeln finde ich das Oberteil jetzt durchaus tragbar.

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Die Rückseite meiner Kleidungsstücke zeige ich euch ja selten. In diesem Fall habe ich aber daran gedacht, weil ich in die Rückennaht noch einen minikurzen Reißverschluss eingesetzt habe. Der ist an sich überflüssig, weil der Halsausschnitt auch ohne ihn weit genug ist. Aber in meinem Fundus befindet sich eine ganze Schachtel voll solcher Dinger, maximal 7 cm lang – wofür braucht man sowas, wenn nicht als „Designelement“? Das ist es nun geworden, und jetzt muss ich tatsächlich etwas finden, was ich von innen dagegen setzen kann, denn es kratzt im Nacken fast so schlimm wie ein Herstellerschildchen. Geht das eigentlich nur mir so?

Trotzdem lasse ich mich damit mal bei RUMS blicken, weil ich mit diesem in-der-Mitte-der-Woche-einen-Post-schreiben-Rhythmus ganz gut zurecht komme. Auf zu neuen Ideen!

Farbe: Erdbeer, Schnitt: Vanille

Statt der angekündigten Eiszeit hätte ich viel lieber so langsam wieder Eisdielen-Zeit. Aber mich fragt ja keiner. Deshalb habe ich mir ein Sweatshirt genäht, das ein bisschen von allem enthält. Das Material dafür ist von Stoff&Stil.

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Einerseits ist es warm genug für den vorhergesagten Kälteeinbruch, zumal ich immer noch ein Longsleeve drunter trage. Ich bin halt ein Frierlappen! Andererseits hat es die Farbe meiner Lieblings-Eissorte: Erdbeer. Das ist vielleicht nicht so spektakulär wie Trauben-Nuss-Rum oder Double Chocolate Chip Cream Caramel Cookie Dough (geht’s wohl noch länger?), aber im Zweifel kehre ich doch wieder zu meinem Favoriten zurück: eine Kugel Erdbeer im Hörnchen. Klingt auch echt bescheiden, oder?

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Mit „Vanille“ wird ja heutzutage gelegentlich etwas bezeichnet, das eher unspannend und nichts Besonderes ist. So wie dieser Schnitt vielleicht – mein schon mehrfach verwendeter Raglan aus „Lust auf Handarbeiten“, ohne Schnickschnack, an einem Abend zugeschnitten und genäht. Manchmal müssen es eben solche schlichten Basics sein. Trotzdem ist ein bisschen Vanilleeis oft eine Superergänzung (ich sage nur „Warmer Apfelstrudel“ oder „Eiskaffee“) – wie das kleidungstechnisch umsetzbar ist, werden wir sehen. Auf jeden Fall bin ich ganz zufrieden mit meinem Eisdielen-Sweatshirt, hoffe auf den Frühling und melde mich mal wieder bei RUMS.