Die Gedanken sind frei

Vor kurzem war ich auf einem Seminar über Medienrecht. Und bei allem, was mich da an Informationen mehr oder weniger beunruhigt hat, konnte ich auch eine beruhigende Aussage mitnehmen: man kann Ideen nicht schützen. Und deshalb habe ich ganz dreist eine Anregung von Lee geklaut: das Shirt in Double Gauze.

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Natürlich ist es schon ein bisschen anders. Erstens: die Farbe. Weil mir kein Material in Marineblau zur Verfügung stand (schade, denn gerade das hat mir an Lees Teil so gut gefallen), habe ich zu einem heiteren Hellgrau gegriffen (aus dem Tedox übrigens, zum fürstlichen Preis von 6 Euro pro Meter), nachdem ich ja schon im letzten Post meinem Faible für Schwarz nachgegeben hatte.

Zweitens: zwei Taschen statt einer. Wobei ich das Prinzip mit den beiden Knöpfen in den Ecken natürlich übernommen habe, denn auch das fand ich an der Vorlage so schön. Und die Mittelnaht, das macht wirklich was aus („das streckt“, hätte meine Oma gesagt).

Drittens: der Schnitt. Lee hat den „Toaster-Sweater“ als Grundlage verwendet, ich meinen Grundschnitt, der – wie ich neulich festgestellt habe – auf einen Fertigschnitt aus der Zeitschrift „Verena“ von 1993 (in Worten: neunzehnhundertdreiundneunzig!) zurückgeht. Ja, so sparsam und vorausschauend bin ich manchmal. Vor allem aber bequem, weil man diese Schnitte direkt ausschneiden konnte, da hat sich nichts überschnitten, so dass man die einzelnen Teile hätte kopieren müssen.

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Noch ein Wort zum Material: momentan wird ja öfters über Double Gauze diskutiert. Manche werden zu sehr an Mullwindeln erinnert oder mögen die etwas unebene Struktur nicht. Ich finde den Stoff toll. Er trägt sich angenehm – so bequem wie ein T-Shirt, obwohl man (finde ich jedenfalls) damit irgendwie „angezogener“ aussieht. Insofern hat die Bluse echte Chancen, ein Lieblingsteil zu werden. War also eine echt gute Idee, Lee.

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Hier kann man auch die zweite Tasche noch sehen, damit die sich nicht so benachteiligt fühlt. Und weil in zehn Minuten Donnerstag ist, werde ich mich gleich um Mitternacht bei RUMS verlinken.

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Autor: Ulla

Immer auf der Suche nach kreativen Ideen

4 Kommentare zu „Die Gedanken sind frei“

  1. Ich brauch ja oft Ewigkeiten, um gewissen Trends etwas abgewinnen zu können. Diese plötzliche Verbreitung von Spucktuch als Bekleidungsstoff hat mich zunächst sehr irritiert. Langsam gewöhne ich mich dran. Hier sag ich sogar „gefällt mir“ (das Modell von Lee auch übrigens ;-))

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    1. Das geht mir auch oft so. Aber in diesem Fall finde ich einfach eine Menge Eigenschaften, die mir gefallen: reine Baumwolle, Super-Tragekomfort, ich hab auch nix gegen diesen Crincle-Effekt. Außerdem ist es warm (im Sommer, wo es ja so angenehm kühl sein soll, muss ich es noch ausprobieren) und total gemütlich.

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