Kein Stress

Das ist ein Motto, das ich immer wieder neu durchbuchstabiere – gerade in der Vorweihnachtszeit, wo wir an jeder Ecke vorgeklagt bekommen, wie stressig doch alles ist. Deshalb gibt es heute auch keine Tragefotos von einem dreiteiligen Weihnachtsoutfit, dass ich zu meiner eigenen Überraschung in den letzten Tagen recht entspannt nähen konnte. Leider ist das Wetter bei uns hier im Sauerland durchgehend trübe und somit die Lichtverhältnisse fast schon polarkreismäßig, so dass alle Versuche, Bilder von den Kleidungsstücken an der Frau zu machen, kläglich gescheitert sind. Die Alternative, zu der ja auch Modezeitschriften inzwischen gerne mal greifen, sind Stillleben wie dieses:

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Ein schlichter Rock und eine Tunikabluse, kombiniert mit blauen Pumps für die Feierlichkeit und einem Rundschal für einen warmen Hals. Der Paisley-Stoff für den Rock ist eine bedruckte Baumwolle; ich habe den Rock wie immer gefüttert, damit er stabiler ist und nicht an der Strumpfhose klebt. Von diesem Schnitt habe ich gefühlt schon mindestens ein Dutzend Röcke genäht – einige könnt ihr hier sehen.

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Für die Bluse habe ich ebenfalls einen schon mehrfach getesteten Schnitt verwendet – hier und hier zu vergleichen -, weil ich mich sonst nicht getraut hätte, den feinen Fischgrät-Stoff anzuschneiden, den ich im Herbst in einem netten kleinen Stoffgeschäft in Wildeshausen gekauft habe. Auf den Taschen sitzen kleine quadratische Perlmuttknöpfe aus dem unerschöpflichen Fundus, den ich von meiner Oma, meiner Mutter und meiner Schwiegermutter geerbt habe. Endlich konnte ich die mal verwenden!

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Ergänzt wird das Ensemble durch eine Strickjacke, weil ich mich nur in einer Bluse ja totfrieren würde. Für die Jacke habe ich marineblauen Sweatshirtstoff bei Stoff&Stil bestellt. Ursprünglich hatte ich einen anderen Schnitt im Auge, aber als ich die helle Rückseite mit der Schlaufenstruktur sah, die so ein wenig an Fell erinnert, wollte ich die gern auch einsetzen, und deshalb ist es jetzt wieder der Schnitt geworden, den auch die Bluse hat – überschnittene Ärmel und aufgesetzte Taschen. Die beiden „Haifischzähne“ als Verschluss waren die einfachste Lösung, als ich feststellte, dass ich keine farblich passenden Kamsnaps hatte und mir die naturfarbenen auf dem dunklen Untergrund nicht gefielen. Hier eine Nahaufnahme:

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Der weiße Streifen entlang der Jackenkante stammt von der Webkante des Stoffes. Auch das war eine spontane Entscheidung, die ich nicht bereue. Ich wollte die Jacke erst verschlusslos offen lassen und deshalb die Vorderteile etwas schmaler machen, aber dann kamen mir Zweifel, ob das a) warm genug und b) nicht zu zuppelig bei dem doch recht weich fallenden Stoff sein würde. Mit dieser Lösung bin ich jetzt ganz glücklich!

Vielleicht kann ich nach den Feiertagen mal ein Tragefoto nachreichen. Aber man verspricht ja oft was und denkt später nicht mehr daran – da weise ich doch lieber noch mal auf meine Weihnachtsgeschichte hin, die ihr hier finden könnt, und wünsche euch damit erholsame und (wenn möglich und gewünscht) kreative Feiertage und ein gutes Neues Jahr 2018. Aber erst sehen wir uns noch mal bei RUMS.

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Autor: Ulla

Immer auf der Suche nach kreativen Ideen

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