5 Fragen am Verspäteten

Neulich bin ich über die Aktion „5 Fragen am 5.“ gestolpert und dachte, dass das ganz interessant wäre. Aber als dann wieder ein 5. war, habe ich das glatt verpennt. Deshalb kommen hier meine Antworten mit etwas Verspätung, aber trotzdem mit aller Aufrichtigkeit.

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  1. Wenn du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst du dann?

Eigentlich müssten eher andere die Frage beantworten, oder? Aber da ich das selber tun soll, entscheide ich mich für etwas, das im Englischen mit „comfort food“ bezeichnet wird. Das ist das Gericht, bei dem man sich wohlfühlt, ohne großen Aufwand gekocht, aber immer gern gegessen. Für mich wäre das zum Beispiel Pasta mit wenigen, aber guten Zutaten (mein Man kocht eine tolle Steinpilzsauce, hat aber auch ein Super-Rezept für Spaghetti mit Zucchini und Feta). Warum? Weil ich selber eher bequem denke und es nicht so mit Aufwand in acht Gängen habe.

  1. Welches Buch oder welche Bücher liebst du so sehr, dass du es / sie mehr als einmal gelesen hast?

Wenn mir Bücher gefallen, kann es durchaus sein, dass ich sie mehrfach lese. Ich schreibe ja auch selber, und deshalb interessiert mich nicht nur der Inhalt, sondern auch der Stil oder der Aufbau der Geschichte, und das lässt sich beim ersten Mal gar nicht alles erfassen. Mindestens einmal im Jahr lese ich „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen – das Werk ist zwar fast 200 Jahre alt, aber einfach genial geschrieben.

  1. Entschuldigst du dich zu oft?

Was ist zu oft? Ich habe ja mal in den USA gelebt, da sagt man ständig „excuse me“. Das ist dann nicht immer so ernst zu nehmen. Aber ich versuche schon, meine Anteile zu sehen, wenn irgendwas schief gelaufen ist, und dafür kann ich mich auch entschuldigen.

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  1. Wann und über was hast du das letzte Mal laut gejubelt?

Als ich mein letztes Ebook bei Amazon eingestellt habe und es dann aus dem Stand im Ranking unter die ersten Dreitausend gekommen ist. Vielleicht können das viele nicht so nachvollziehen, aber wenn man beruflich schreibt, ist es schon wichtig, auf solchen Plattformen wahrgenommen zu werden. Für alle, die dafür wenig Verständnis haben: ich juble auch jedes Mal, wenn der BVB gewinnt, damit haben meine Söhne mich angefixt.

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  1. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wo würde deine nächste Reise hingehen und wie würde sie aussehen?

Das Ziel wäre nicht so entscheidend, ich habe noch viele Träume. Manche sind verhältnismäßig leicht erfüllbar (Wochenende in London), andere schon etwas aufwändiger (Australien oder eine dieser kleinen Karibikinseln ohne Touristenrummel). Aber bei der Frage geht es ja darum, dass man nicht aufs Geld zu achten braucht, deshalb würde ich gerne mal nicht in diesen engen Economy-Sitzen fliegen oder das Spar-Hotel buchen. Also: meine Reise führt mich in ein AirBNB-Penthouse in Manhattan mit Blick über den Central Park. Deswegen kann ich trotzdem mit der U-Bahn fahren und bei McDonald’s essen – aber für ein Broadway-Musical könnte ich auch die teuren Tickets nehmen!

Hiermit entschuldige ich mich bei allen, die bei diesem Post etwas Handgearbeitetes erwartet und nicht bekommen haben. Nächstes Mal wieder – versprochen!

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Fußvolk

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Rechtzeitig zum Weltfrauentag zeige ich heute mal ein paar Sachen, die ich für meinen Mann gemacht habe. Handgestrickte Pullover trägt er nicht und an etwas so Komplexes wie ein Oberhemd habe ich mich bisher nicht getraut. (Ganz am Anfang unserer Ehe habe ich ihm mal ein Friesenhemd genäht, blau-weiß gestreift mit Stehkragen, aber so was würde er heute nicht mehr anziehen.)

Stricksocken hingegen trägt er. Deshalb habe ich beschlossen, immer zwischen zwei größeren Projekten für mich mindestens ein Paar Socken zu stricken, die übrigens auch vom Rest der Familie gern genommen werden (weil die immer ganz schnell den Weg nach Köln, Frankfurt oder Dortmund finden, gibt es davon momentan keine Fotos).

Mit einer gewissen Bewunderung lese ich auf anderen Blogs, dass dort die Autorinnen weitreichende Entscheidungen treffen: nur noch Selbstgenähtes tragen, keine Kleidung mehr kaufen, rigoros die Bestände abbauen … Leute, so konsequent bin ich nicht. Ich schaffe es kaum, jetzt in der Fastenzeit mein Vorhaben durchzuziehen und auf Süßes zu verzichten. Aber den Trend gehe ich gerne mit: weniger kaufen, mehr selber machen und erst mal mit den Vorräten arbeiten. So sind diese Socken entstanden, bei denen jeweils das Garn nicht mehr für ein komplettes Paar reichte.

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Ebenso das Modell „Yellow Submarine“ – ihr wisst schon: „Rot ist Backbord und Steuerbord ist grün“. (Zumindest die Älteren kennen das hoffentlich noch …) Mein Mann war erst etwas irritiert, aber weil man die bunten Spitzen im Schuh ja nicht sieht, hat er sie dann doch genommen.

Zum Schluss noch ein Dankeschön an alle, die auf unterschiedlichstem Weg ihre Meinung zu meiner Cover-Befragung abgegeben haben. Weil ihr mehrheitlich für den Titel mit den Wolken gestimmt habt, habe ich den jetzt verwendet und den Roman bei Amazon eingestellt. Dort ist er jetzt als Ebook verfügbar.

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Es blümelt

Zu Blumenmustern habe ich eine sehr ambivalente Beziehung. Auf ein Muster, das ich mag, kommen etwa fünf, die mir nicht gefallen. Trotzdem fühle ich mich immer wieder gedrängt, nach entsprechenden Designs zu suchen. Deshalb rutschte auch dieser Viskosestoff mit auf die Liste, als ich mir neulich bei Stoff&Stil online etwas bestellt habe.

Ich kann Stoff&Stil wirklich keinen Vorwurf machen. Sie haben sogar Maßangaben auf ihrer Seite, so dass man wissen könnte, wie groß das Muster ausfällt. Trotzdem war ich erst mal … sagen wir … verblüfft, als ich mein Paket bekam und feststellte, wie großblumig mein Stoff ausgefallen war. Und wie knallig die Blumen sich auf dem schwarzen Untergrund breit machten.

Aber wo es Probleme gibt, finden sich auch Lösungen. Deshalb habe ich kurzerhand die linke Seite zu meiner Bluse verarbeitet:

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Da wirkt alles etwas matter – es ist immer Geschmacksache, aber mir gefällt das besser. Genäht habe ich wieder meinen Standardschnitt mit den überschnittenen Schultern und Dreiviertel-Ärmeln.

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Fragt mich nicht warum, aber ich habe leider das Rückenteil im Stoffbruch zugeschnitten und hatte dann zwei Einzelteile für vorne. Eigentlich kein Drama, nur passte so natürlich das Muster üüüüberhaupt nicht zusammen. Deshalb habe ich die Mittelnaht zur Ablenkung kurzerhand mit einem grauen Ripsband überdeckt, das ich für das Foto besser noch geradegezogen hätte, denn jetzt sehe ich aus, als hätte ich ein Kissen unter dem Shirt. Zum Glück haben Hobbyschneiderinnen ja viel Fantasie, also denkt euch das einfach weg. Achtet lieber auf den kleinen herzförmigen Knopf, den ich als schmückendes Beiwerk noch aufgenäht habe.

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So hatte ich meine Bluse heute an – die Viskose ist viel zu sommerlich, um jetzt ohne Strickjacke drüber angezogen zu werden. Deshalb überbrücke ich die Wartezeit bis dahin mit meiner gern getragenen schwarzen Fusseljacke und lasse mich nachher beim inzwischen nur noch monatlichen Me-Made-Mittwoch blicken.

 

Kälteschutz

Es gibt so vieles auf der Welt, gegen das ich nichts machen kann: Dieselskandal, der amerikanische Präsident, die arktische Kälte – stopp, dagegen kann ich was machen! Ich könnte mir einen warmen Stepp-Pullover nähen oder eine kuschelige Jacke stricken. Am besten beides. Fangen wir also mit der Jacke an:

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Das Material kam aus meinen Vorräten: ein blaumeliertes Baumwoll-Poly-Gemisch, von dem man auf den Fotos absolut nichts sieht, und das Fussel-Strickgarn, aus dem man sich eigentlich einen Schal stricken soll. Ich habe alle Teile bis auf Achselhöhe einzeln gestrickt und dann auf der Rundnadel als Raglan beendet. (Ich weiß, ich kann euch viel erzählen, sehen tut man das ja nicht. Ich musste auch konsequent Maschenmarkierer verwenden, sonst hätte ich die Raglannähte nicht wiedergefunden.) Dann musste ich nur noch die Seiten- und Ärmelnähte schließen und eine Knopfleiste einschließlich Halsblende häkeln, damit ich die Jacke auch zumachen kann.

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Hier sieht man die Knöpfe. Sie sind alle verschieden. Ich habe zwar unendliche Vorräte an Knöpfen aller Art und in vielen Farben, aber 6 gleiche in der gewünschten Größe hatte ich nicht. Deshalb nenne ich es jetzt Designelement und freue mich, dass ich keine neuen kaufen musste.

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Nun zu meinem Nähprojekt. Von meinen Kindern habe ich zum Geburtstag einen Gutschein für stoffe.de bekommen. Und von dort stammt dieser Steppstoff: auf der einen Seite grau mit kleinen blümchenartigen pinkroten Pünktchen, auf der anderen Seite gestreift. Mehrere Tage lag er unverarbeitet rum, weil ich mich nicht entscheiden konnte, welche Seite ich schöner finde. Jetzt habe ich mich entschieden und bin auch sehr froh darüber, denn nach einem testweisen „Linksrum-Tragen“ zeigte sich, dass es schon eine Menge Streifen sind.

 

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In dieser Kombination finde ich das Sweatshirt, das daraus entstanden ist, richtig gut. ich bin vorsichtig mit dem Ausdruck „Lieblingsteil“, aber in diesem Fall ist es wohl eins geworden. Erneut ist der Raglanschnitt aus „Lust auf Handarbeiten“ zum Einsatz gekommen, den ich zum Beispiel hier oder hier verwendet habe. Zum Schluss auch das Teil an der Frau:

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Passend zum Thema steht im Hintergrund sogar eine Brennholzkiste – das war aber Zufall, ich habe es erst hinterher auf den Fotos gesehen. Die Ärmel hatte ich probeweise extrem lang gemacht (um kalte Hände darin zu verstecken), aber das stört mich dann doch zu sehr, also krempele ich sie wieder auf Normallänge.

Mit beiden Teilen geht es wieder zu RUMS. Aber wenn ihr bis hierher durchgehalten habt, möchte ich euch um einen Gefallen bitten. Nach und nach habe ich für meine bei dtv erschienenen Taschenbücher die Rechte zurückerhalten und erfülle mir jetzt Schritt für Schritt den Wunsch, sie bei Amazon auch als Ebooks zu veröffentlichen. Für März ist der Roman „Träum schön weiter“ an der Reihe. Darin geht es um Valeska und Robert. Ihre jeweiligen Ehepartner haben sie verlassen, um miteinander ein neues Leben anzufangen, und die introvertierte Töpferin und der smarte Marketingleiter gehen sehr unterschiedlich mit diesem Schock um. Obwohl sie zunächst nicht viel miteinander anfangen können, lernen sie sich mit der Zeit besser kennen – und helfen sich schließlich gegenseitig, das Leben wieder anzupacken.

Für diese Geschichte gibt es drei Cover-Entwürfe, und ich kann mich nicht entscheiden. Deshalb frage ich euch: welcher spricht euch am meisten an?

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Ich bin gespannt und bedanke mich schon mal bei allen, die dazu Ihre Meinung abgeben!

Nicht geteert, aber gefedert

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Plötzlich sah man sie an allen Ecken: Federn in Silber und Gold, auf Webstoffen und auf Sweat oder Jersey gedruckt. Da musste ich natürlich auch zuschlagen. Und zwar mal wieder im Tedox. Die New Yorker Schneiderin kauft bei Mood, die Londonerin in der Goldhawk Road, die Berlinerin am Maybach-Ufer – aber wenn man nun mal in einer sauerländischen Kleinstadt lebt, dann geht man zum Tedox. (Sofern man nicht willens ist, für zwei Meter Stoff und eine Rolle Nähgarn eine halbe Stunde pro Strecke im Auto zu sitzen.) Das scheinen die übrigens zu merken, denn dort gibt es längst nicht mehr nur Dekostoffe – und um Weihnachten herum habe ich sogar einige Brother-Nähmaschinen gesichtet.

Zurück zu den Federn. Für mich ist daraus wieder ein Shirt mit überschnittenen Schultern geworden. Den Schnitt kann mein Overlocker vermutlich schon auswendig. Aber daraus werden nun mal Kleidungsstücke, die zu meinem Alltag passen: bequem und gut zu kombinieren.

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Mehr ist dazu auch nicht zu sagen. Läuft eben. Außerdem kann ich euch auch die Strickjacke zeigen, die ich bei den augenblicklich ziemlich frischen Temperaturen noch darüberziehe.

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Gestrickt aus einem Rest grauer Tweedwolle, kombiniert mit petrolfarbener Schurwolle und zwei Knöpfen aus dem geerbten Fundus meiner Schwiegermutter. Ich stricke dieses Muster übrigens nicht rechts, sondern komplett links. Ja, ich bin ein Freak. Während ich immer wieder Strickerinnen im Internet finde, die  schon deshalb möglichst alles rund stricken, damit sie keine linken Maschen arbeiten müssen, bin ich das Gegenteil. Jedem das Seine, sage ich dazu. Die beiden Schlaufen für die Knöpfe habe ich übrigens direkt angestrickt:

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Fünf Maschen zusätzlich anschlagen und möglichst mittig darin einen Umschlag legen sowie zwei Maschen zusammenstricken für das Knopfloch. Funktioniert hervorragend und erspart alle sonst erforderlichen Aktionen wie zusätzliche Knopfleisten oder umhäkelte Ränder.

Damit lasse ich mich heute endlich mal wieder bei RUMS blicken.

Alles eingehüllt

Weil dies ja der sonnenärmste Januar der Weltgeschichte (oder so ähnlich) ist, hatten wir beschlossen, für ein paar Tage ins sonnige Sevilla zu fliegen. Ich sage nur: ein guter Plan. Die Stadt ist traumhaft und das Wetter war perfekt. Wollt ihr mal gucken?

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Samstag früh sollte es losgehen. Am Freitagabend fiel meinem Mann auf, dass er für seinen neuen Laptop keine Hülle hatte, weil er den mit in seinen Fotorucksack packen wollte und die Geräte natürlich nicht aneinander scheuern sollten. Nun ist es ja eigentlich kein Problem, so eine einfache Hülle zu produzieren, nur womit? Ich begutachtete meine Vorräte: wäre Sweatshirtstoff das Richtige? (Machte mir keinen guten Eindruck.) Oder lieber der Rest Walk-Wolle? (Reichte leider nicht.) Was tun?

Romane schreibe ich ja woanders, deshalb hier ganz schnell die Lösung. Gerade in dieser Woche hatte ich mir nämlich einen neuen Bezug für mein Bügelbrett gekauft, und der ausgediente lag noch in meinem Nähzimmer. Und das ist das ideale Material für so ein Projekt: stabil, weich gefüttert und leicht. Die Maße des Laptops sind 34 x 23 x 4. Aus dem Bügelbrettbezug habe ich deshalb ein Rechteck von 38 x 54 geschnitten, mit dem Overlocker rundum versäubert und – links auf links gefaltet – so zusammengenäht:

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Auf dem Foto sieht er nicht ganz rechteckig aus, das liegt aber an der Perspektive. Wir haben ihn direkt dem Laptop übergezogen und er passte ganz genau. Und weil das so ein simples Projekt ist, ergänze ich es noch durch zwei weitere Hüllen für mein Handy und mein iPad:

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Das Grundmaterial waren zwei weihnachtliche Tischsets, die nach den Feiertagen reduziert in irgendeinem Grabbelkorb lagen. Das Teil mit dem applizierten Tannenbaum war bereits aufgenäht, vermutlich als Bestecktasche. Es hat genau die richtige Größe für mein Handy, deshalb habe ich es einfach so ausgeschnitten. Die iPad-Hülle habe ich dann aus dem Restmaterial genäht, ohne weitere Verzierungen hinzuzufügen.

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Meinem Mann war natürlich der Blümchenstoff nicht so recht – bis er seinen Laptop bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen auspacken musste und die Mitarbeiterin total begeistert war. Sie kam hinterher extra noch mal zu mir, um mir dafür ein Lob auszusprechen. Ich sage euch, so gut gelaunt bin ich noch selten in ein Flugzeug gestiegen.

Mit diesen Anregungen lasse ich mich heute mal beim Creadienstag sehen.

Rosige Zeiten

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Mit Interesse lese ich, was sich einzelne Bloggerinnen für das kommende Jahr vorgenommen haben und worauf sie zurückblicken. Will ich das auch? Ich merke einerseits, dass es mir nicht darum geht, schneidertechnische Höchstleistungen zu erbringen – weder quantitativ noch qualitativ. Ich habe 2017 viel genäht und auch gestrickt, aber im Prinzip lässt es sich in 2 Kategorien einteilen:

a) die Sachen, die ich immer wieder gern anziehe, weil sie zu meinem Stil und meinen Lebensumständen passen (zum Beispiel gemütliche Pullover, siehe oben), und

b) die Sachen, die ich produziert habe, weil ich eine Anregung auf Pinterest oder in einer Zeitschrift  fand und meinte:  „Das könntest du auch mal versuchen!“ Davon habe ich keine Collage gemacht, weil ich sie zum Teil schon wieder aussortiert habe. Mir tut das gar nicht so leid, weil man ja auch mal was ausprobieren muss, um zu merken, was passt und was nicht.

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Dies sind meine liebsten selbstgenähten Sommersachen. Ich erkenne sie daran, dass ich sie immer wieder gern anziehe und mich darin wohlfühle. (Ach, hoffentlich wird es bald wieder Sommer…)

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Auch diese Teile hatte ich oft an. Ich friere extrem schnell, deshalb ist alles unter der Überschrift „Lagenlook“ für mich nützlich: T-Shirts, neutrale Oberteile, Sweatshirts usw. Ganz offensichtlich habe ich einen Hang zu kastigen, geraden Schnitten, gern etwas locker sitzend. Davon werde ich auch 2018 wieder etwas nähen. Ich habe keinen Ehrgeiz, unbedingt neue Schnitte auszuprobieren (schon gar nicht, wenn ich sie mühsam kleben oder ausrädeln muss), nur einen Hosenschnitt habe ich mir bei Stoff+Stil geleistet, für den ich aber noch das optimale Material suche.

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Etwas Neues möchte ich euch aber doch zeigen, damit ihr wegen der Überschrift nicht zu verwirrt seid. Um ein paar kleine Reststücke dieses Rosenstoffs verarbeiten zu können, habe ich mal wieder zum Patchwork gegriffen. Eigentlich bin ich nicht so der Typ für romantische Blümchenmuster, aber manchmal springen sie mich doch an – und dann kommt so was dabei raus.

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Momentan trage ich die Bluse unter einer dunkelblauen Strickjacke, aber es wird ja auch mal wieder wärmer. Hoffe ich wenigstens. Augenblicklich sind Nähmaschine und Overlocker eher in einer Art Winterschlaf. Stattdessen verstricke ich meine Reste an Sockengarn, weil – o Wunder! – meine Kinder plötzlich handgestrickte Socken wieder zu schätzen wissen, denn die sind doch sehr gemütlich in dicken Stiefeln. Insofern weiß ich nicht, ob ich im selben Tempo weiterbloggen werde wie letztes Jahr – schaun’n mer mol. No sweat, sagen die Australier. Das Motto sollte ich mir zu eigen machen.

Damit geht es mal wieder zu RUMS.